Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleister
ZielgruppeNachwuchskräfte, Bankkaufleute, Informatikkaufleute, Informatikfachwirte
ProfilPraxisnahes Wirtschaftsinformatik-Studium, das zusätzlich einen Schwerpunkt auf die Bankbbetriebslehre legt
SpezialisierungenWeitergehende Vertiefung in den Bereichen "Wirtschaftsinformatik" und "Bankbetriebslehre"
AbschlussgradBachelor of Science
Studiendauer7 Semester
ECTS210
Studienformausbildungs- und berufsbegleitendes Studium
Studieninvestitionrd. 367 €/Monat (für 42 Monate) Studiengebühr zzgl. einmalig 500 € Immatrikulationsgebühr
Einschreibungbis zum 31. August
BeginnWintersemester
Akkreditierung
Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie hat tiefgreifende Auswirkungen auf den Finanzdienstleistungssektor. Dabei verändern sich nicht nur die Kostenstrukturen, sondern auch das Kundenverhalten, die Marktstrukturen und die strategische Erfolgsposition der Kreditinsti­tute. Fach- und Führungsnachwuchskräfte in den Bereichen Organisation und IT müssen neben einer soliden betriebs­wirt­schaftlichen Grundausbildung mit den spezifi­schen Problemstellungen und komplexen Lösungsansätzen vertraut sein, die sich hieraus für das Management der Infor­mationssysteme in Finanzdienstleistungsunternehmen ergeben. Neben dem Betrieb und Support der technischen Ausstattung und der Administration der IT-Anwendungen nehmen dabei die fortwährende Optimierung der Geschäftsprozesse und die Weiterentwicklung der IT-Strategie und IT-Architektur eine Schlüsselrolle für eine nachhaltige erfolgreiche Geschäftsentwicklung ein.

Die Vermittlung dieser Kenntnisse und Fähigkeiten auf anwendungsorientierter wis­sen­schaft­licher Basis ist Aufgabe des berufs- und ausbildungsbegleitenden Bachelor-Studiengangs „Wirt­schaftsinformatik für Finanzdienstleister“ mit dem Abschlussgrad „Bachelor of Science (B.Sc.)“. Dazu bildet der Studiengang auf wissenschaftlicher Basis in den Fachgebieten Wirtschaftsinfor­matik und Bankbetriebslehre aus und schafft eine interdiszi­plinäre Verbin­dung der Fachgebiete durch enge Verzahnung von theoretischen und praktischen Inhalten.

                  
                                                                                             

Er richtet sich an Nach­wuchskräfte aus den Bereichen Organisation und IT in Sparkassen, Versicherern, Verbundunternehmen und anderen Finanzdienstleistern. Die Studierenden werden befähigt, zentrale Aufgaben des Informationsmanagements in Finanzdienstleistungsunternehmen wahrzunehmen. Dazu zählen unter anderen:

  • Ermittlung der IT- und Datenanforderungen
  • Beratung von Kunden und Fachabteilungen in IT- und Orga-Fragen
  • Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen und Innovationsmanagement
  • Entwicklung, Einführung und Betreuung von IT-Lösungen
  • Leitung von IT-/Orga-Projekten und IT-Controlling
Durch die interdisziplinäre Verbindung der Fachgebiete Wirtschaftsinformatik und Bankbetriebs­lehre vermittelt das Studium die erforderlichen Fach- und Methodenkompetenzen für das Management an der Schnittstelle von Finanzdienstleistungen und IT.

Das Alleinstellungsmerkmal des Studiengangs ist das Nebeneinander der zwei Studienschwerpunkte Wirtschaftsinformatik und Bankbetriebslehre. Durch die interdisziplinäre Verbindung dieser Fachgebiete vermittelt das Studium in einzigartiger Weise die erforderlichen Fach- und Methodenkompetenzen für das Management von Informationssystemen in Sparkassen, Verbundunternehmen und weiteren Finanzdienstleistungsunternehmen.

Studienmodule des Schwerpunktes "Wirtschaftsinformatik"

  • Projekt-Management
  • Datenmanagement
  • Methodik der Softwareentwicklung
  • Objektorientierte Softwareentwicklung
  • Informationsverarbeitung bei Finanzdienstleistern
  • Anwendungssysteme und -architekturen
  • Sicherheit in der Informationsverarbeitung
  • Informationsmanagement

Studienmodule des Schwerpunktes "Bankbetriebslehre"

  • Grundlagen der Bankwirtschaft und Geschäfts­politik
  • Produkt-, Preis- und Vertriebspolitik in Kredit­instituten
  • Bankrech­nungswesen und Bankenaufsicht
  • Renta­bilitäts- und Risiko­mana­gement

Die Spezialisierungsmöglichkeiten des Studiengangs sind darauf ausgelegt, die zwei Studienschwerpunkte in Tiefe und Breite zu intensivieren.

Die Spezialisierung in der Wirtschaftsinformatik umfasst zwei Bereiche, von denen einer auszuwählen ist:

Internet-Ökonomie

  • Electronic Business
  • Business Engineering
  • Social Media

Geschäftsprozess-Management

  • Kommunikationstechnik
  • Prozessmodellierung
  • Workflow-Management und Workgroup Computing

Die Spezialisierung in der Bankbetriebslehre umfasst drei Bereiche, von denen einer auszuwählen ist:

Banksteuerung

  • Bankmarketing/Vertriebssteuerung
  • Grundlagen der Banksteuerung/Risikomanagement I
  • Risikomanagement II

Finanzmanage­ment im Mittelstand

  • Bedarfssituation für Finanzdienstleistungen im Mittelstand
  • Risikomanagement im Kreditgeschäft mit mittelständischen Unternehmen
  • Klassische Finanzierungslösungen für den Mittelstand

Versicherungen

  • Grundlagen der Versicherungswirtschaft
  • Private Sachversicherung und Unfallversicherung
  • Gewerbliche Sachversicherung und Transportversicherung

Das Studienkonzept ist auf die Rahmenbedingungen von Berufs­tätigen und Auszubildenden zugeschnitten. Das Studium basiert auf einer ausge­wogenen Kombination aus von den Lehrkräften betreuten Selbst- und Präsenzstudienphasen. Zentrales Betreuungsinstrument ist dabei die interaktive inter­netgestützte Lernplatt­form der Hoch­schule. Diese Plattform bietet mit ihren Funktionen Infor­mation, Selbstlernen, Kommunikation und Betreuung alle didaktisch notwendigen Vorausset­zungen für das Selbst­studium. Den Mittel­punkt des Studiums bildet das breite Angebot an Präsenz­ver­anstaltungen, die auf das betreute inter­netgestützte Selbststudium aufbauen.

Im Rahmen des Immatrikulationsverfahrens wird der Regelstudienverlaufsplan vorgestellt und auf die jeweilige Beschäftigungssituation der Studierenden bzw. der avisierten arbeitgeberseitigen Studienförderung abgestimmt (ggf. Teilzeitstudium).

Die Studienorganisation basiert auf einer Semestereinteilung. Das Sommersemester beginnt am 1. März und endet am 31. August, das Wintersemester beginnt am 1. September und endet am 28. Februar eines jeden Jahres. Im ersten Semes­ter wird den Studierenden zu Beginn des Semes­ters (März bzw. September) eine Studieneinführung über die Lern- und Betreu­ungs­plattform der Hochschule angeboten. Zudem werden die Erstsemester im Rahmen von speziellen Präsenzveranstaltungen in das Studium eingeführt und auf die mathematischen Anforderungen des Studiums vorbereitet.

Zu Beginn jedes Semesters erfolgt die Freischaltung der jeweils belegten Studienmodule. Mit der Frei­schaltung können die Studierenden im Selbststudium die Studientexte bearbeiten sowie Übun­gen und Wiederholungsaufgaben durchführen. Einen Monat nach Freischaltung (April bzw. Okto­ber) beginnt die über vier Monate laufende, von den Lehrkräften betreute  Modulbetreuungsphase über die Lernplattform. Lehr­kräfte und Studierende tauschen sich zu Fachthemen und fachlichen Fragestellungen anhand von Mails, Chats, Diskussionsforen und telefonischen Sprechstunden aus.

Von Mitte Mai bis Ende Juni bzw. von Anfang November bis Mitte Dezember finden i. d. R. die Präsenzveranstaltungen am Hochschulcampus und den dezentralen Studienzentren statt. Die Lehrveranstaltungen werden weitestgehend in überschaubaren Gruppen durchgeführt und dienen zum einen der Ver­festigung und Vertiefung prüfungs­relevan­ter Lerninhalte. Zum ande­ren bieten sie zusätz­lichen Raum für Fachfragen und praxisbezogenes Anwenden von Erlern­tem. Die Klasuren finden ebenfalls in dezentralen Studien­zentren i. d. R. in der zweiten und dritten Woche der Monate Januar bzw. Juli statt (Prüfungstage: Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag).

Der Jahreskalender der Hochschule gibt einen guten Überblick über den Semesterablauf.

Die Allgemeine Prüfungsordnung und die Spezifischen Regelungen für den Bachelor-Studiengang "Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleister" finden Sie hier.

Zugang zum Bachelor-Studium hat, wer die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife nachweist (§ 49 Abs. 1 HG NRW). Zugang zum Studium hat auch, wer eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung nachweisen kann oder sich in der beruflichen Bildung qualifiziert hat (§ 49 Absatz 2 bis 4 HG NRW).

Für den Zugang zu den Bachelor-Studiengängen der Hochschule der Sparkassen-Finanz­gruppe ist darüber hinaus folgende Voraussetzung zu erfüllen: 

  • Einschlägige Beschäftigung bei einem Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche, einem verbundenen Unternehmen oder mit Bezug zu Finanzdienstleistungen oder 
  • Aufnahme einer einschlägigen Ausbildung.

Neben diesen formalen Zugangsvoraussetzungen erleichtern Ihnen die folgenden persönlichen Merkmale das erfolgreiche Studieren:

  • Interesse an einer anwendungsbezogenen Hochschulausbildung
  • Überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft und -fähigkeit
  • Analytisches Denkvermögen
  • Unternehmerische Grundeinstellung und Eigeninitiative
  • Kommunikative Fähigkeiten
  • Medienkompetenz

Die Zugangsvoraussetzungen für beruflich qualifizierte Studienbewerberinnen und Studienbewerbern ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung sind in der Verordnung über den Hochschulzugang für in der beruflichen Bildung Qualifizierte des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen vom 8. März 2010 geregelt. Danach erhalten beruflich qualifizierte Studienbewerberinnen und Studienbewerbern ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung einen unmittelbaren Zugang zum Bachelor-Studium

  1. auf Grund einer beruflichen Aufstiegsfortbildung (z. B. Meisterbrief oder vergleichbar Qualifizierung),
  2. auf Grund fachlich entsprechender Berufsausbildung und beruflicher Tätigkeit (mind. zweijährige Berufsausbildung und eine danach erfolgte mind. dreijährige berufliche Tätigkeit in einem der Ausbildung fachlich entsprechenden Beruf). Der beruflichen Tätigkeit gleichgestellt sind die Führung eines Familienhaushalts, die Kindererziehung und die Pflege eines Angehörigen.

Die Einschreibung ist jeweils zum Wintersemester möglich. Bitte nehmen Sie die Immatrikulation bis zum 31. August eines Jahres vor.

Die Einschreibung können Sie hier vornehmen.

Ziel:

Der berufs- und ausbildungsbegleitende Bachelor-Studiengang „Wirtschaftsinformatik für Finanzdienstleister“ mit dem Abschlussgrad „Bachelor of Science (B.Sc.)“ ist ein Qualifizie­rungsangebot für leistungsorientierte Nachwuchskräfte aus Sparkassen, Verbundunternehmen und weiteren Finanzdienstleistern, die anspruchsvolle Aufgaben im Management der Informationssysteme übernehmen wollen.

Durch die interdisziplinäre Verbindung der Fachgebiete Wirtschaftsinformatik und Bankbetriebs­lehre vermittelt das Studium die erforderlichen Fach- und Methodenkompetenzen für das Management der Schnittstelle von Finanzdienstleistungen und IT.

Es ist die fachlichen Spezialisierung auf Finanzdienstleistungen verbunden mit einem hohen wissenschaftlichen Qualitätsanspruch, die den Unterschied zu gängigen Studienangeboten ausmacht. Eine Besonderheit, die sich für Ihren Karriereweg auszahlt: Werden auch Sie 'Excellence in Finance'!