Studieninhalte im Überblick

Die Studienstruktur des Master-Studiengangs "Banking & Finance" gliedert sich in die vier Bereiche "Vertiefung", "Skills", "Spezialisierung" und "Transfer".

Nachfolgend finden Sie für die einzelnen Studienmodule der vier Bereiche jeweils eine Kurzbeschreibung der Studieninhalten und Qualifizierungszielen vor.

Quantitative Methoden
Das Studienmodul schult die Studierenden im mathematisch-analytischen Denken. Dabei steht nicht die Vermittlung isolierter Techniken im Vordergrund, sondern eine kritische Auseinander­setzung mit verschiedenen methodischen Ansätzen und deren Grenzen der Anwendbarkeit in der Praxis. Die Inhalte des Moduls prägen das analytische und kritische Vorgehen bei quantita­tiven Problemstellungen, das insbesondere auf der Managementebene von besonderer Bedeutung ist.

Informationsmanagement und Entscheidungsprozesse
Die Studierenden erwerben Kenntnisse des Informationsmanagements und werden in die Lage versetzt, das erlernte Wissen sowie die Methoden auf praxisorientierte Problemstellungen anzuwenden. Den Studierenden werden erweiterte Kenntnisse der normativen und deskrip­tiven Grundlagen des Entscheidungsverhaltens von Individuen und Gruppen vermittelt. Das vertiefte Verständnis aktueller Erkenntnisse, insbesondere aus der empirischen Entschei­dungsforschung, ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit Entscheidungsprozessen der Share- und Stakeholder von Unternehmen.

Regionalökonomie
Das Studienmodul richtet seinen Fokus - im Gegensatz zur makroökonomischen Theorie - auf das Verhalten von Wirtschaftseinheiten in den Regionen. Unternehmen und Haushalte treffen ihre Standortwahl, bilden Netzwerke und beeinflussen dadurch Konzentration und Diversifika­tion von Industriezweigen. Dies beeinflusst die regionale Produktivitäts- und Einkommensent­wick­lung. Zusammen mit dem Finanzierungsaspekt kleiner und mittlerer Unternehmen ergeben sich Einflüsse auf das regionale Wachstum und damit auf das Geschäftsgebiet regional agie­render Unternehmen und Finanzinstitute. Das Modul vermittelt den Studierenden die Fähigkeit, grundlegende Aspekte der regionalen Entwicklung zu erkennen, zu steuern und deren Konse­quenzen aufzuzeigen.

Spezifisches Wirtschafts-, Bank- und Kapitalmarktrecht
Die Studierenden erhalten in diesem Studienmodul zivilrechtliches Hintergrundwissen zu Kernbereichen der Bankpraxis, welches sowohl für den (Firmen-)Kundenberater als auch für die Leitungsebene notwendig ist, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei werden Kennt­nisse aus den Bereichen des Kreditsicherungsrechts (Personal- und Realsicherheiten sowie „atypische“ Sicherheiten), der Unternehmensübertragungen (Unternehmenskauf und Unter­nehmensnachfolge) und des Rechts der Kapitalanlage vermittelt. Neben der Gesetzeslage werden die aktuellen Lösungen der Rechtsprechung und die gängigsten Praxisansätze vor­gestellt.

Wissenschaftstheorie | Wissenschaftliche Methodik
Das Studienmodul befasst sich u. a. mit Grundbegriffen, Grundfragen sowie Kontroversen der Wissenschaftstheorie. Die Betriebswirtschaftslehre als Wissenschaft wird mit ihren Denk­schulen abgebildet. Dabei werden die Studierenden mit theoretischen wie auch praktisch-gestaltungsorientierten Ansätzen vertraut gemacht.

Diversity and Intercultural Management
Im Studienmodul wird Diversity- und interkulturelles Management als ganzheitliches Konzept zum Umgang mit personeller und kultureller Vielfalt entwickelt. Dabei werden interkulturelle Unterschiede und Verhaltensweisen im Hinblick auf ihre gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung betrachtet. Das Modul beleuchtet nicht nur die Unterschiede, sondern untersucht diese auch im Kontext der wirtschaftlichen Beziehungen zu Geschäftspartnern. Den Studieren­den werden die Chancen eines interkulturellen Austauschs vermittelt und Wege zur Nutzung und Berücksich­tigung interkultureller Differenzen im Bereich der Werbung, des Managements interkulturell zusammengesetzter Teams und in Verhandlungen mit Wirtschaftspartnern aus anderen Ländern aufgezeigt.

Management and Leadership
Im Studienmodul werden den Studierenden die Grundlagen des strategischen Management­prozesses sowie Instrumente zur Entwicklung strategischer Konzepte und des Change Managements vermittelt. Als Basis für ethisches Handeln im Management erfolgt eine Ein­führung in die Philosophie. Darüber hinaus werden gesellschaftliche und ethische Fragen der Unternehmensführung unter dem Aspekt der Corporate Governance betrachtet.

Regulatorische Grundlagen der Banksteuerung
Grundlagen zur Bankenregulierung werden auf Bachelorebene in einem Kombinationsmodul „Bankrechnungswesen und Bankenaufsicht“ vermittelt. Für die Spezialisierung Banksteuerung und Bankenaufsicht im Master-Studium ist eine Verbreiterung, Vertiefung und Aktualisierung des regulatorischen Rahmens erforderlich. Im ersten Studienmodul erfolgt die kritische wis­senschaft­liche Ausei­nandersetzung mit Zielen, Zieladäquanz und Methodik für die Bank­steuerung rele­vanter Regularien. Weiterhin wird auf Ablauf, Inhalte und das bankinterne Management bank­geschäftlicher Prüfungen eingegangen, in die die Studierenden in der Praxis eingebunden sind. Die Auswir­kungen der Regulatorik auf die Banksteuerung und die Maßnah­menableitung vertiefen die Studierenden in den weiteren Modulen der Spezialisierung.

Steuerung von Kredit- und operationellen Risiken
Das Studienmodul vermittelt den Studierenden vertiefende Kenntnisse über das Management von Kreditrisiken und operationellen Risiken einschließlich Modellrisiken. Behandelt werden Methoden der Ergebnis- und Risikomessung, Steuerungsgrößen, Steuerungsmaßnahmen und regulatorische Implikationen für die Steuerung beider Risikoarten.

Steuerung von Marktpreis- und Liquiditätsrisiken
Das Studienmodul vermittelt den Studierenden vertiefende Kenntnisse über das Management von Marktpreis- und Liquiditätsrisiken. Behandelt werden Methoden der Ergebnis- und Risiko­messung, Steuerungsgrößen, Steuerungsmaßnahmen und regulatorische Implikationen für die Steuerung der beiden Risikoarten.

Integrierte Steuerung der Gesamtbank Die Steuerung der Gesamtbank weist eine hohe Komplexität auf. Das Studienmodul befasst sich mit den zentralen Aufgaben einer übergeordneten Gesamtbanksteuerung und vermittelt den Studierenden vertie­fende Kenntnisse über Methoden und Prozesse, mittels derer die Aktivitä­ten in den verschie­denen Steuerungsfeldern eines Kreditinstituts im Sinne der Gesamtbank­strategie gelenkt und unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen miteinander verzahnt werden.

Vertriebssteuerung im Firmenkundengeschäft
Das Studienmodul ist auf die spezifischen Besonderheiten der Vertriebsplanung und -steuerung im Firmenkundengeschäft ausgerichtet. Ausgehend von Kundensegmentation und darauf aufbauend organisatorischen Aufbau der Vertriebseinheiten wird die Vorgehens­weise bei einer potenzial- und risikoorientierten Steuerung des Firmenkundengeschäfts vorge­stellt. Hierbei wird in der zweiten Ebene nach Produktgruppen differenziert und es werden die rele­vanten Steuerungsprozesse aufgezeigt. Das Modul vermittelt den Studierenden die Fähigkeit, ganzheitlich die für das Firmenkundengeschäft relevanten Steuerungsprozesse einzuordnen, um darauf auf­bauend Steuerungskonzeptionen im Firmenkundengeschäft zu operationalisieren.

Unternehmensbewertung
Im Studienmodul werden die gängigen Verfahren der Unternehmensbewertung in ihrer Metho­dik vorgestellt, hinsichtlich ihrer Anwendungsvoraussetzungen analysiert und einer kritischen Würdigung unterzogen. Im Mittelpunkt des Moduls stehen die Discounted Cash Flow-Verfah­ren. Dabei wird sowohl auf die Prognose der bewertungsrelevanten Überschüsse als auch auf die Bestimmung der Kapitalkostensätze eingegangen. Die Studierenden führen vielfältige Berechnungen im Rahmen von Fallstudien und Übungsaufgaben durch.

Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse
Grundlagen zum externen Rechnungswesen werden auf Bachelorebene in einem Kombina­tionsmodul „Jahresabschluss/Kosten- und Leistungsrechnung“ vermittelt. Für die Spezialisie­rung Prüfungs- und Treuhandwesen auf Masterebene ist eine Verbreiterung, Vertiefung und Aktualisierung des Wissens (insbesondere über die Bilanzanalyse und die Bilanzpolitik) kenn­zeichnend und erforderlich. Im vorliegenden Modul erfolgt u.a. eine kritische Auseinan­derset­zung mit den verschiedenen Instrumenten und Verfahren der Bilanzanalyse, so dass die Studie­renden in die Lage versetzt werden, Jahresabschlüsse und Lageberichte von Unterneh­men nach bestimmten Zielen zu interpretieren und deren Aussagekraft kritisch zu hinterfragen.

Strukturierte Finanzierungen
Das Studienmodul vermittelt den Studierenden einen vertieften Einblick in die wesentlichen Varianten von struk­turierten Finanzierungen. Es wird auf Ausgestaltungsvarianten und den Ablauf strukturierter Finanzierungen eingegangen. Besonderes Augenmerk wird auf die Gestaltung der Finanzierungsstruktur unter Einsatz unterschiedlicher Instrumente und Vertragselemente sowie deren Beurteilung aus der Sicht der beteiligten Parteien gelegt.

Jahresabschluss und Jahresabschlussanalyse
Grundlagen zum externen Rechnungswesen werden auf Bachelorebene in einem Kombina­tionsmodul „Jahresabschluss/Kosten- und Leistungsrechnung“ vermittelt. Für die Spezialisie­rung Prüfungs- und Treuhandwesen auf Masterebene ist eine Verbreiterung, Vertiefung und Aktualisierung des Wissens (insbesondere über die Bilanzanalyse und die Bilanzpolitik) kenn­zeichnend und erforderlich. Im vorliegenden Modul erfolgt u.a. eine kritische Auseinan­derset­zung mit den verschiedenen Instrumenten und Verfahren der Bilanzanalyse, so dass die Studie­renden in die Lage versetzt werden, Jahresabschlüsse und Lageberichte von Unterneh­men nach bestimmten Zielen zu interpretieren und deren Aussagekraft kritisch zu hinterfragen.

Besteuerung der Unternehmen
Ausgehend von dem auf der Bachelorebene in dem Modul „Grundlagen der Betriebswirtschaft­lichen Steuerlehre“ erlangten Wissen über die Grundzüge der Besteuerung erwerben die Studierenden in dem Modul vertiefende Kenntnisse über die einzelnen Steuerarten und setzen sich intensiv mit der Besteuerungssituation der Unternehmen auseinander.

Prüfungswesen I
Das Studienmodul vermittelt grundlegende Kenntnisse des Prüfungswesens und versetzt die Studieren­den in die Lage, als Prüfungsassistenten an gesetzlich vorgeschriebenen (Abschluss-) Prüfungen teilzunehmen. Die Studierenden haben danach u. a. einen Überblick über die gesetzlich vorge­schriebenen Abschlussprüfungen, über Planung, Durchführung und Bericht­erstattung solcher Prüfungen sowie das Berufsrecht der wirtschaftsprüfenden Berufe.

Prüfungswesen II
Das Studienmodul vermittelt vertiefende Kenntnisse des Prüfungswesens und versetzt die Studieren­den in die Lage, als Prüfungsassistenten an gesetzlich vorgeschriebenen (Abschluss-) Prüfun­gen, aber auch an anderen betriebswirtschaftlichen Prüfungen verantwortlich mitzuwir­ken. Die Studierenden kennen danach das Berufsrecht der wirtschaftsprüfenden Berufe und haben ver­tiefende Kenntnisse über Planung, Durchführung und Berichterstattung gesetzlich vorge­schriebener Abschlussprüfungen. Sie beherrschen die gesetzlichen Grundlagen hierfür und die ergänzenden Vorschriften (z.B. die IDW-Standards). Darüber hinaus haben sie die Grundlagen sonstiger gesetzlich vorgeschriebener und betriebswirtschaftlicher Prüfungen kennengelernt.

Master-Arbeit
In der Abschlussarbeit soll von den Studierenden innerhalb von 13 Wochen ein reales Problem selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden anwendungsorientiert bearbeitet werden.

Kolloquium
Im Kolloquium – in der mündlichen Prüfung, die das Studium abschließt – erbringen die Studie­renden den Nachweis, Fragestellungen modulübergreifend und problembezogen auf wissen­schaftlichem Niveau selbstständig behandeln zu können.