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KI in der Nachhaltigkeitsberichterstattung: Prof. Dr. Maik Grabau analysiert langfristige Risiken
Künstliche Intelligenz (KI) gilt als wichtiger Hebel, um die immer komplexeren Anforderungen der Nachhaltigkeitsberichterstattung effizient zu bewältigen. Doch der Einsatz von KI bringt nicht nur Entlastung, sondern auch neue strukturelle Risiken mit sich. Genau diese Risiken untersucht Prof. Dr. Maik Grabau, Inhaber der Professur Nachhaltigkeit und Finanzmärkte an der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management, in seinem aktuellen Fachbeitrag im Bank-Blog.
Das zentrale Ergebnis: KI kann die CSRD-Berichterstattung effizienter machen, darf aber nicht als objektive oder wertneutrale Instanz verstanden werden. KI-Modelle bereiten Informationen auf, treffen jedoch keine normativ verantwortbaren Entscheidungen. Gerade bei ESG-Daten hängt die Bewertung wesentlich davon ab, welche Faktoren, Gewichtungen und Trainingsdaten zugrunde gelegt werden.
Maik Grabau zeigt zudem, dass KI-generierte Nachhaltigkeitsinformationen langfristig zu einer Vereinheitlichung von Berichten und Bewertungen führen können. Dadurch steigt zwar die formale Vergleichbarkeit, zugleich kann aber die inhaltliche Differenzierung abnehmen. Für Finanzinstitute kann dies besonders relevant werden, wenn ähnliche Bewertungsmechanismen systemische Korrelationen verstärken.
Ein weiteres Ergebnis betrifft die Balance der Nachhaltigkeitsdimensionen: KI-Systeme bevorzugen häufig gut messbare Daten. Soziale und qualitative Aspekte drohen dadurch gegenüber ökologischen Kennzahlen an Gewicht zu verlieren.
Der Beitrag macht deutlich: Entscheidend für den erfolgreichen KI-Einsatz sind transparente Modell-Governance, menschliche Urteilskraft und eine Berichtsarchitektur, die auch qualitative Nachhaltigkeitsaspekte angemessen berücksichtigt.
Lesen Sie den Beitrag von Maik Grabau im Bank-Blog.