Update MaRisk 2027 - aktuelle aufsichtsrechtliche Entwicklungen und Praxiserfahrungen
Bankenaufsicht 2027: Was Vorstände jetzt wissen und entscheiden müssen
Neue Spielräume, neue Verantwortung: Die 9. MaRisk-Novelle, aktuelle Aufsichtsprioritäten und die Weiterentwicklung des SREP im Fokus.
Die Anforderungen an Vorstände von Sparkassen verändern sich spürbar: Die Aufsicht setzt zunehmend auf Proportionalität, Eigenverantwortung und eine stärker risikoorientierte Betrachtung. Gleichzeitig bleibt das Anforderungsniveau hoch – und die Themen werden komplexer.
Für Sie als Vorstand bedeutet das: Nicht jede regulatorische Vorgabe muss künftig im gleichen Umfang umgesetzt werden. Dafür müssen Sie umso klarer beurteilen können, welche Risiken für Ihr Haus relevant sind, wo Handlungsbedarf besteht und wie Sie die angemessene Ausgestaltung Ihres Risikomanagements verantworten können.
Die 9. MaRisk-Novelle: Mehr Spielraum – aber auch mehr Verantwortung
Mit der im Juni 2026 veröffentlichten 9. MaRisk-Novelle hat die BaFin das Regelwerk deutlich gestrafft und die Proportionalität stärker in den Mittelpunkt gerückt. Für viele Institute entstehen dadurch neue Gestaltungsspielräume – insbesondere bei der Ausgestaltung von Stresstests, dem internen Berichtswesen und der Anwendung institutsspezifischer Anforderungen.
Für Vorstände ist damit eine zentrale Frage verbunden:
Wo können wir Erleichterungen nutzen – und wo müssen wir aufgrund unseres Geschäftsmodells, unserer Risikolage und unserer individuellen Situation weiterhin höhere Anforderungen erfüllen?
Die neue, stärker prinzipienorientierte Aufsicht verlangt mehr eigenes Schlussfolgerung und eine nachvollziehbare Auseinandersetzung mit den Risiken des eigenen Instituts. Die BaFin selbst spricht in diesem Zusammenhang von einem „Vertrauensvorschuss“ gegenüber den Instituten.
Aufsicht im Wandel: Was kommt auf Sparkassen zu?
Neben den MaRisk bleiben auch der SREP, die Umsetzung europäischer Vorgaben sowie die aktuellen Aufsichtsprioritäten, von hoher Bedeutung.
Die EBA hat im Juni 2026 die überarbeiteten SREP-Leitlinien final verabschiedet. Ziel ist ein stärker risikoorientierter, effizienter, verhältnismäßiger Aufsichtsansatz, der verstärkt in die Zukunft gerichtet ist.
Die aktuellen Aufsichtsprioritäten für 2026 bis 2028 setzen unter anderem Schwerpunkte auf:
- Resilienz gegenüber geopolitischen Risiken und makrofinanziellen Unsicherheiten
- Kapital- und Kreditrisiken sowie die Auswirkungen von CRR III
- Klima- und naturbezogene Risiken
- operationelle Resilienz und robuste IKT-Strukturen
- Digitalisierung und insbesondere den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz
- Governance und Risikomanagement
Für Sparkassenvorstände geht es deshalb längst nicht mehr nur darum, neue Regelungen zu kennen. Entscheidend ist, deren Bedeutung für die eigene Sparkasse einzuordnen und rechtzeitig die richtigen Prioritäten zu setzen.
Inhalte u.a.
- 9. MaRisk-Novelle: Was ist neu und was bedeutet sie konkret für Sparkassen?
- Neue Spielräume durch mehr Proportionalität und Eigenverantwortung
- Wo bestehen für den Vorstand Handlungs- und Entscheidungsbedarfe?
- SREP aktuell: Was erwartet die Aufsicht und wie verändert sich der Aufsichtsprozess?
- Aktuelle Aufsichtsprioritäten 2026–2028 und ihre Bedeutung für Sparkassen
- Auswirkungen von CRR III/CRD VI auf Steuerung und Risikomanagement
- Operationelle Resilienz, IKT und DORA: Was bleibt auf der Vorstandsebene zu beachten?
- Klima-, Natur- und geopolitische Risiken als Bestandteil der strategischen und risikoorientierten Steuerung
- Künstliche Intelligenz: neue Chancen, neue Risiken und Anforderungen an Governance und Risikomanagement
- Diskussion und Klärung individueller Fragen aus der Vorstandspraxis
Ihr Mehrwert
- Sie wissen, was jetzt relevant ist: Sie erhalten einen kompakten Überblick über die aktuellen Entwicklungen in Bankenaufsicht und Regulierung – mit besonderem Blick auf die Situation von Sparkassen.
- Sie erkennen Handlungsbedarf frühzeitig: Sie können besser einschätzen, welche regulatorischen Entwicklungen für Ihr Haus tatsächlich relevant sind und wo Entscheidungen erforderlich werden.
- Sie nutzen neue Spielräume sicher: Sie verstehen, welche Erleichterungen die 9. MaRisk-Novelle eröffnet und welche Verantwortung mit der stärkeren Proportionalität verbunden ist.
- Sie gewinnen Sicherheit im Dialog mit der Aufsicht: Sie kennen die aktuellen Schwerpunkte von BaFin, Bundesbank und europäischer Aufsicht und können deren Erwartungen besser einordnen.
- Sie verbinden Regulierung mit Strategie: Sie betrachten aufsichtsrechtliche Anforderungen nicht isoliert, sondern aus der Perspektive von Geschäftsmodell, Risikoprofil und strategischer Ausrichtung Ihrer Sparkasse.
- Sie bleiben entscheidungsfähig: Statt sich mit Detailvorgaben zu beschäftigen, erhalten Sie Orientierung darüber, welche Themen auf Vorstandsebene wirklich relevant sind.
- Sie diskutieren Ihre konkreten Fragen: Im kleinen Kreis haben Sie Gelegenheit, individuelle Fragestellungen aus Ihrer Sparkasse einzubringen und praxisnah zu diskutieren.
- Sie bleiben regulatorisch auf dem neuesten Stand: Gerade in einem Umfeld, in dem sich Anforderungen und Aufsichtsansatz weiterentwickeln, sichern Sie Ihr aktuelles Fachwissen als Vorstand.
Aktuelles Wissen für verantwortungsvolle Vorstandsentscheidungen
Die Veranstaltung verbindet aktuelle regulatorische Entwicklungen mit der Perspektive der Vorstandspraxis. Im Mittelpunkt steht nicht die möglichst vollständige Darstellung von Vorschriften, sondern die Frage:
Was müssen Sie als Vorstand wissen – und was müssen Sie jetzt tun?
Sie erhalten eine Teilnahmebescheinigung als Nachweis einer Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen des § 25c KWG und zur Aktualisierung der fachtheoretischen Kenntnisse. Der § 25c KWG legt für Geschäftsleiter u. a. Anforderungen an die fachliche Eignung, Zuverlässigkeit und ausreichende zeitliche Verfügbarkeit fest.
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Informationen
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- Verpflegung und Getränke während der Veranstaltung
- umfangreiche Unterlagen der Dozentin
Sie erhalten im Anschluss an Ihre Teilnahme eine Bescheinigung.
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